Aliens greifen die Erde an!

So könnten die Nachrichten eines Tages lauten:

„Wir unterbrechen das laufende Programm für eine Eilmeldung. Mehrere unbekannte Objekte wurden im Erdorbit gesichtet. Regierungen weltweit haben Krisenstäbe einberufen. Experten sprechen von einem möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben.“

Seit Jahrzehnten richtet die Menschheit ihren Blick in den Himmel. Wir beobachten Sterne, erforschen ferne Galaxien und suchen mit immer leistungsfähigeren Teleskopen nach Spuren außerirdischen Lebens. Wir diskutieren darüber, ob es Gott gibt, wie das Universum entstanden ist und welchen Platz wir in diesem gigantischen kosmischen Puzzle einnehmen.

Jedes Mal, wenn auf dem Mars ein ungewöhnlicher Stein gefunden wird oder irgendwo eine Messung auf mögliche Bakterien hindeutet, überschlagen sich die Schlagzeilen. Manchmal wirkt es fast so, als würden wir krampfhaft nach dem Beweis suchen, dass wir nicht allein sind.

Dabei drängt sich mir gelegentlich ein ganz anderer Gedanke auf:

Was wäre eigentlich, wenn es da draußen tatsächlich intelligentes Leben gibt?

Und was, wenn diese Wesen längst wissen, dass wir existieren?

Vielleicht beobachten sie uns aus sicherer Entfernung. Vielleicht studieren sie unsere Kriege, unsere politischen Streitereien und unsere bemerkenswerte Fähigkeit, unseren eigenen Lebensraum zu beschädigen. Vielleicht sehen sie eine Spezies, die gerade erst beginnt, ihr Sonnensystem zu erkunden, dabei aber schon andere Himmelskörper mit den Hinterlassenschaften ihrer Missionen dekoriert.

Möglicherweise kommen sie zu dem Schluss:

„Die sollten erst einmal lernen, sich nicht gegenseitig umzubringen.“

Denn wir Menschen gehen oft davon aus, dass eine höher entwickelte Zivilisation automatisch friedlich sein muss. Irgendwie haben wir die romantische Vorstellung entwickelt, dass technologischer Fortschritt zwangsläufig auch moralischen Fortschritt bedeutet.

Aber warum eigentlich?

Ein Blick in unsere eigene Geschichte zeigt eher das Gegenteil. Häufig waren es gerade die technologisch überlegenen Kulturen, die weniger entwickelte Gesellschaften verdrängt, unterworfen oder sogar ausgelöscht haben.

Sollte es also tatsächlich eine Spezies geben, die interstellare Reisen beherrscht, stellt sich eine unangenehme Frage:

Woher nehmen wir die Gewissheit, dass sie freundlich ist?

Denn eines dürfte sicher sein:

Alles, was in der Lage ist, die gewaltigen Entfernungen des Weltalls zu überwinden, durch unsere Atmosphäre zu fliegen, unter unseren Umweltbedingungen zu überleben und hier zu landen, verfügt über Technologien, die unsere Vorstellungskraft vermutlich weit übersteigen.

Und damit wahrscheinlich auch über Möglichkeiten, gegen die unsere modernsten Waffen aussehen würden wie ein Stock gegen einen Kampfpanzer.

Die Wahrheit ist: Wenn morgen tatsächlich eine außerirdische Flotte über unseren Städten erscheinen würde, hätten wir vermutlich nur sehr begrenzten Einfluss darauf, wie die Geschichte weitergeht.

Eine interessante Dokumentation zu diesem Thema ist „Aliens: Warum die Suche nach Außerirdischen gefährlich ist | XL Doku“ von Real Stories Deutschland. Sie greift genau jene Frage auf, die oft zwischen wissenschaftlicher Neugier und menschlicher Selbstüberschätzung liegt: Was passiert eigentlich, wenn wir nicht nur suchen, sondern tatsächlich gefunden werden?

Quelle: Real Stories Deutschland

Unsere größte Hoffnung wäre dann nicht militärische Stärke.

Unsere größte Hoffnung wäre, dass die Besucher freundlich sind.

Oder zumindest keinen besonderen Hunger haben.

Bis dahin können wir beruhigt weiter in den Nachthimmel schauen, nach Signalen suchen und darüber spekulieren, ob wir allein im Universum sind.

Aber vielleicht sollten wir uns gelegentlich auch fragen, welchen Eindruck wir auf mögliche Besucher machen würden.

Denn wenn die Erde tatsächlich das Bewerbungsschreiben der Menschheit an das Universum ist, dann enthält es derzeit noch einige sehr interessante Schwächen

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